Sind die Zeiten von Butterbergen und Milchseen endgültig vorbei? Produziert die Landwirtschaft heute nachhaltiger und verantwortungsbewusster – und kann es ihr gelingen, den Hunger in der Welt einzudämmen und letztlich sogar zu besiegen? Agrarexperte Georg Keckl greift diese Fragen auf und diskutiert sie in seiner aktuellen Schrift „Die globalisierte Kuh“, die gerade im Augsburger Ölbaum Verlag erschienen ist. Herausgeber ist das Humbold Forum for Food and Agriculture in Berlin. Keckl setzt sich mit den aktuellen Problemen der globalisierten Welt und den industriellen wie finanziellen Ungleichgewichten der Industrie- und der Entwicklungsländer auseinander und thematisiert auch die konfliktreichen Themen Tierschutz und artgerechte Haltung des Milchviehs.
Von der Weidehaltung zur tierquälerischen Massenproduktion hin zu einer effizienten, aber dennoch tierfreundlichen Viehhaltung: Die Rinderzucht und Milchproduktion in Deutschland hat einen konfliktträchtigen Weg zurückgelegt. Und auch die Nebenwirkungen und Kollateralschäden einer derart optimierten Tierzucht wurden lebhaft diskutiert: Vom Sterben des Regenwaldes aufgrund des vermehrten Bedarfs an eiweißreichem Soja für hochwertige Tiernahrung bis hin zur Ausweitung des Ozonlochs aufgrund des erhöhten Ausstoßes von Methangas – der Rinderhaltung haften viele negative Meinungen und Klischees an.
Welche Fortschritte, auch in ökologischer Hinsicht, die globalisierte Milchwirtschaft und die Landwirtschaft im Allgemeinen bislang erzielen konnten, erläutert Agrarexperte Georg Keckl in der Broschüre „Die globalisierte Kuh. Milchwirtschaft im 21. Jahrhundert“, die im Augsburger Ölbaum Verlag erschienen ist. Er thematisiert ebenfalls die weitverbreitete Meinung, moderne Viehhaltung sei gesetzlich legitimierte Tierquälerei und die Auswirkung der effizienten, globalisierten Milchproduktion auf den Hunger in den Entwicklungsländern.
Milchwirtschaft prägte viele Kulturen der Welt. Verbraucher schätzen Kühe als besonders wertvolle Nutztiere. Der Streit um den Milchpreis ist ein politisches Reizthema. Aber was wissen wir von Milchbauern und Milchmarkt? Ist es richtig, dass Milch in Europa so billig ist? Muss die Haltung von Kühen subventioniert werden? Sind kleinbäuerliche Betriebe tierfreundlicher als große Massenställe? Der Agrarstatistiker Georg Keckl beantwortet diese Fragen in historischen und globalen Zusammenhängen. Er erklärt, wo die sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und ethischen Probleme liegen und weshalb viele Bürger ein falsches Bild von der Milchwirtschaft haben. Der Leser erfährt, wie in Europa Butterberge entstanden und wieder verschwanden. Wie Neuseeland Subventionen abschaffte und danach zum weltgrößten Milchexporteur aufstieg. Und warum seiner Meinung nach Milchkühe das Klima eben nicht ruinieren.
(Quelle: Ölbaum Verlag / www.oelbaum-verlag.de/))