Aufgrund veränderter Aufgaben bei der wisoak werde ich den Blog die nächste Zeit nicht weiter mit Artikeln befüllen. Ich lasse ihn allerdings online, da viele der Beiträge weiterhin nützlich sind.
Viele Gruesse,
Wilhelm Adt
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Viele Gruesse,
Wilhelm Adt
Soziale Netzwerke und neue Technologien verändern die Kommunikation im Geschäftsleben grundlegend. Telefonie und E-Mail werden durch Instant Messaging, Microblogging oder Wikis ergänzt und zunehmend ersetzt. Smartphones und Tablets machen die neuen Kommunikationsformen überall verfügbar. Immer stärker beeinflusst der Eintritt internetaffiner Generationen in die Arbeitswelt das Kommunikationsverhalten im Geschäftsalltag. Dabei stellt die Verquickung von privater und geschäftlicher Kommunikation und die Nutzung von Facebook, Twitter & Co. die Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben lösen sich auf, Arbeitsabläufe verändern sich, die Transparenz von Inhalten und Prozessen nimmt zu. „Wenn die Einführung des Sozialen Intranet als strategische Führungsaufgabe in den Unternehmen behandelt wird, können alle – Digital Natives und Digital Immigrants – von den neuen Kommunikationsformen profitieren“, sagte Prof. Jörg Eberspächer, Vorstand des MÜNCHNER KREIS.
„Das neue Kommunikationsverhalten treibt Innovationen voran. Es beschleunigt nicht nur den Informationsaustausch drastisch, sondern auch die gemeinsame Ideenfindung. Schon jetzt wirken sich soziale Medien, mobile Geräte und Cloud Computing erheblich darauf aus, wie Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht und Unternehmen strukturiert werden“, ergänzte Michael Korbacher, Head of Google Enterprise DACH. Nicht zuletzt macht der Einsatz dieser modernen Technologien Arbeitgeber erst interessant für die besten Arbeitskräfte des Marktes. So zeigt eine Studie des australischen Personaldienstleisters Hays, dass rund 20 Prozent der Arbeitssuchenden einen Job nur dann annehmen würden, wenn die Nutzung von sozialen Netzwerken gestattet wäre. Dirk Steffen, Stellvertretender Geschäftsführer bei TNS Infratest ging auf Veränderungen im Wettbewerb ein: „Natürlich erwarten auch der Markt und potenzielle Kunden effektive Kommunikation und authentischen Dialog auf aktuellem Niveau. Und Unternehmen können diese Kommunikation wohl nur dann leisten, wenn sie auch intern über die erforderliche Medienkompetenz verfügen“.
Winfried Holz, CEO von Atos Deutschland, stellte auf der Fachkonferenz des MÜNCHNER KREIS die Zero-Email-Initiative seines Unternehmens vor. Diese sieht vor, dass die 74.000 Mitarbeiter des IT-Dienstleisters bis Ende 2013 weltweit auf den internen Einsatz von E-Mails verzichten werden. „Die E-Mail ist nicht mehr das richtige Instrument für eine möglichst effiziente und agile Zusammenarbeit innerhalb von informationsintensiven Unternehmen“, bekräftigte Holz. Atos setzt künftig auf soziale und kollaborative Instrumente wie beispielsweise Instant Messaging, gemeinsame Plattformen und Wikis. Im Vordergrund der Zero-Email-Initiative steht allerdings nicht die Technik. „Stattdessen konzentriert sich das Projektmanagement auf den kulturellen Wandel im Unternehmen, weg von linear-hierarchischen hin zu mehr vernetzten Kommunikationswegen“.
Beim internationalen Automobilzulieferer Continental erlaubt die Plattform ConNext jedem Mitarbeiter, sich hierarchiefrei durch Kommunikation und Austausch an der Gestaltung der Unternehmensorganisation zu beteiligen. „ConNext setzt auf durchgängige Kommunikationsprozesse, inklusive Collaboration, Instant Messaging, Profile, Blogs und E-Mail sowie einem Dokumenten-Management-System“, erklärte Monika Andrae, Head of Online Relations bei Continental. ConNext ist damit ein wesentlicher Bestandteil der aktuell laufenden Initiative zur Weiterentwicklung der Continental-Unternehmenskultur, so Andrae. Im Kern geht es dabei darum, das gewohnte hierarchische Verhalten durch verstärktes, dezentrales Netzwerkverhalten zu ergänzen und schnell zwischen beiden Verhaltensweisen hin und her schalten zu können. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ConNext ist der Auf- und Ausbau der Medienkompetenz der beteiligten Continental-Mitarbeiter. Neben ihrer Einbindung in den Aufbau und die Weiterentwicklung der Plattform, agieren rund 400 von ihnen als so genannte GUIDES dezentral an den Standorten als Vorbilder und Trainer. „Dies soll die Sicherheit, Qualität und Eigenverantwortung im Umgang mit Social Media Funktionen und sensiblen Daten erhöhen“, so Andrae weiter.
„In der Tat ist nicht mehr die Technologie der limitierende Faktor, sondern die Kompetenz der Mitarbeiter, die Ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel zielgerichtet und verantwortungsbewusst einzusetzen“, meinte Axel Freyberg, Partner und Leiter der Communications, Media & Technology Practice bei A.T. Kearney. „Es bedarf einer Strategie, Führung und Schulung damit keine Investitionsruinen oder unerwünschte Effekte entstehen“. Freyberg erklärte weiter „Man muss sich von dem Mantra lösen, dass Social Media alle tradierten Kommunikationswege obsolet macht. Richtig eingesetzt ergänzen und bereichern die neuen Instrumente die Zusammenarbeit. Falsch eingesetzt verstärken sie nur die Informationsflut für den Einzelnen“. Prof. Eberspächer resümierte „Diejenigen Unternehmen, die Onlinezusammenarbeit und -kommunikation zu nutzen verstehen und dem Wunsch ihrer Mitarbeiter nachkommen, bei der Arbeit dieselben Technologien verwenden zu können wie privat, werden in Zukunft optimal aufgestellt und erfolgreich sein“.
Über den MÜNCHNER KREIS:
Der MÜNCHNER KREIS ist eine gemeinnützige übernationale Vereinigung für Kommunikationsforschung. An der Nahtstelle von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien befasst er sich mit Fragen der Technologie, der Gesellschaft, der Ökonomie und der Regulierung im Bereich von Informations- und Kommunikationstechniken sowie der Medien. Er begleitet und fördert die Entwicklung der Informationsgesellschaft in verantwortungsvoller Weise, und wirkt an der Verbesserung der Rahmen-bedingungen durch wissenschaftlich qualifizierte Beiträge und sachlichen Dialog konstruktiv mit.
(Quelle: Münchner Kreis)
Es ist wohl längst eine Binsenweisheit: Wer seine Waren als Händler und Wiederverkäufer in Fernost einkauft, der spart viel Geld, kann seinen Kunden bessere Preise anbieten und erzielt zusätzlich auch noch höhere Gewinne, als seine Konkurrenten, die ihre Produkte bei hiesigen Großhändlern und Importeuren einkaufen. Der eigene Import von Verkaufswaren wird von vielen Marktteilnehmern allerdings trotz dieser überzeugenden Vorteile und vieler globalisierter Strukturen immer noch als tollkühnes Abenteuer mit ungewissem Ausgang betrachtet. Selbst erfahrene Händler befürchten, an komplizierten Rechtsvorschriften und Zollbestimmungen zu scheitern, von unseriösen Geschäftspartnern übervorteilt zu werden oder sogar Opfer von Betrug und unredlichen Machenschaften zu werden, wenn sie ihre Waren selber in Asien einkaufen. Sind diese Bedenken berechtigt oder handelt es sich hierbei um längst überkommende Vorurteile, die schon lange nicht mehr zutreffen?
Die Beantwortung dieser Frage ist nicht ganz einfach. Ohne Zweifel wäre es mit gewissen Risiken verbunden, wenn sich ein Händler ohne Erfahrungen und Kenntnisse dafür entscheidet, auf eigene Faust und ohne professionelle Unterstützung Produkte in fernen Ländern einzukaufen. Allerdings gibt es heute Möglichkeiten, diese Art von Geschäften wirksam abzusichern. Ein Beispiel hierfür ist das Angebot der Online-Plattform Aliexpress. Hierbei handelt es sich um einen asiatischen Anbieter, der Kunden in der ganzen Welt einen komfortablen Internet-Marktplatz zur Verfügung stellt, auf dem unzählige Produkte von zahlreichen asiatischen Herstellern und Großhändlern präsentiert werden (
http://www.internethandel.de/inhalt/Weltweite-Einkaufsquellen-fuehrender-Online-Haendler
). Umfangreiche Such- und Recherchefunktionen ermöglichen hierbei eine ebenso bequeme wie zielführende Navigation. Die angebotenen Produkte werden in Wort und Bild detailliert beschrieben. Preise für die Einzelabnahme sind ebenso auf einen Blick erkennbar, wie Staffelpreise und selbst die Versandkosten können den ausführlichen Produktbeschreibungen entnommen werden. Ein transparentes Bewertungssystem, vergleichbar dem eBay-Modell, informiert über die Erfahrungen, die andere Einkäufer bereits mit dem jeweiligen Anbieter gemacht haben. Darüber hinaus stellt Aliexpress einen wirksamen Treuhandservice zur Verfügung und bietet seinen Nutzern umfassende Liefergarantien.
Insgesamt ermöglicht die Plattform von Aliexpress annähernd jedem hiesigen Online-Händler einen risikolosen Import von Produkten aus Fernost und bietet dabei ein Maximum an Transparenz und Sicherheit. Es lohnt sich in jedem Fall, eigene Produkte einmal unverbindlich auf den Seiten des Marktplatzes zu suchen und sich einen Eindruck von den Einkaufskonditionen in Asien zu verschaffen. Um Online-Händlern den Einstieg in den Eigenimport zu erleichtern, hat sich das Online-Magazin INTERNETHANDEL in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 108, Oktober 2012) mit Aliexpress und seinen zahlreichen Möglichkeiten und Optionen beschäftigt. Im Rahmen einer umfangreichen Titelstory erhalten interessierte Leser nicht nur eine detaillierte Anleitung für den Import per Aliexpress, sondern werden auch mit den gesetzlichen, steuerlichen und zollrechtlichen Grundlagen bei der Einfuhr von Waren nach Deutschland und Europa vertraut gemacht und mit vielen hilfreichen Praxis- und Expertentipps ausgestattet, die den Einsteig in den Import deutlich erleichtern.
(Quelle: Internethandel)
Das Hormon Testosteron steht für typisch männliche Attribute: Es sorgt für die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale, fördert die Libido und steigert den Muskelaufbau. Frauen verfügen ebenfalls über dieses Geschlechtshormon, doch in viel geringerem Maß. „Dem Testosteron wird immer wieder nachgesagt, dass es aggressiv macht sowie riskantes Verhalten und Imponiergehabe steigert“, berichtet der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Bernd Weber vom Center for Economics and Neuroscience (CENS) der Universität Bonn. Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass das Geschlechtshormon auch das Sozialverhalten fördert.
Frage nach dem ursächlichen Zusammenhang blieb unbeantwortet
„Der Nachteil vieler Studien ist jedoch, dass sie lediglich den Testosteronspiegel der Probanden mit deren Verhalten vergleichen“, schildert Erstautor Dr. Matthias Wibral. Dieser Ansatz gebe aber lediglich statistische Zusammenhänge wieder und erlaube keine Einblicke in die Ursachen des Verhaltens. „Denn das Testosteron beeinflusst nicht nur das Verhalten, sondern das Verhalten umgekehrt auch den Hormonspiegel.“ Die Wissenschaftler des CENS suchten deshalb nach einem experimentellen Ansatz, der auch Rückschlüsse auf Ursache und Wirkung erlaubt.
Bonner Forscher verfolgten neuartigen Ansatz
Die Forscher gewannen insgesamt 91 gesunde Männer für ein Verhaltensexperiment. Von diesen Probanden wurden 46 mit Testosteron behandelt, indem das Hormon als Gel auf die Haut aufgetragen wurde. Endokrinologen des Bonner Universitätsklinikums überprüften am Tag danach, ob bei ihnen der Testosteronspiegel im Blut tatsächlich höher war als in der Placebogruppe. Die anderen 45 Testpersonen bekamen lediglich ein Placebo-Gel. „Weder die Probanden selbst, noch die durchführenden Wissenschaftler wussten, wer Testosteron bekommen hat und wer nicht“, berichtet Dr. Wibral. Damit sollten mögliche Einflüsse auf das Verhalten ausgeschlossen werden.
Würfelspiele mit der Möglichkeit zu schummeln
Dann folgten die Verhaltensexperimente: Die Testpersonen führten ein einfaches Würfelspiel in separaten Kabinen durch. Je höher die gewürfelte Augenzahl, desto größer war der Geldbetrag, den es als Belohnung gab. „Diese Versuche waren so konzipiert, dass die Probanden lügen konnten“, berichtet Prof. Weber. „Niemand bekam in den abgeschirmten Kabinen mit, ob sie tatsächlich die gewürfelte Zahl in den Computer eingaben – oder eine höhere, um mehr Geld zu bekommen.“ Allerdings konnten die Wissenschaftler im Nachhinein feststellen, ob die verschiedenen Testpersonengruppen geschummelt hatten oder nicht. „Statistisch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit für alle Würfelzahlen von eins bis sechs gleich hoch“, erläutert der Neurowissenschaftler. „Wenn also bei diesen Zahlen ein Ausreißer nach oben vorkommt, ist dies ein klares Indiz, dass Probanden gelogen haben.“
Probanden mit höheren Testosteronwerten logen seltener
Die Forscher verglichen die Ergebnisse der Testosterongruppe mit der Kontrollgruppe. „Dabei zeigte sich, dass die Probanden mit den höheren Testosteronwerten deutlich seltener logen als die unbehandelten Testpersonen“, berichtet der Ökonom Prof. Dr. Armin Falk, zusammen mit Prof. Weber einer der Direktoren des CENS. „Dieses Ergebnis widerspricht klar dem eindimensionalen Ansatz, dass Testosteron zu antisozialem Verhalten führt.“ Wahrscheinlich steigere das Hormon den Stolz und das Bedürfnis, ein positives Selbstbild zu entwickeln. „Vor diesem Hintergrund reichten offenbar ein paar Euro als Anreiz nicht aus, das Selbstwertgefühl aufs Spiel zu setzen“, vermutet Prof. Falk.
Lügen sind im Privaten und Geschäftlichen verbreitet
Das Phänomen zu lügen ist mit großen Tabus behaftet. So verbietet etwa das achte Gebot im Christentum, „falsch Zeugnis“ zu reden. „Lügen spielen jedoch auf geschäftlicher als auch privater Ebene eine wichtige Rolle“, sagt Prof. Falk. Häufig werde nicht nur aus Eigennutz gelogen, sondern auch, um einen anderen Menschen zu schützen oder zu begünstigen. In vielen Studien sei dieses Verhalten und seine ökonomischen Auswirkungen untersucht worden. „Es gibt allerdings nur sehr wenige Untersuchungen zu den biologischen Ursachen der Lüge“, sagt der Ökonom der Universität Bonn. „Hier sind wir nun mit unserer Studie einen großen Schritt vorangekommen.“
Publikation: Testosterone administration reduces lying in men, „PLoS ONE“, DOI: 10.1371/journal.pone.0046774
(Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Mehr als ein Drittel der knapp 470.000 ausbildenden Betriebe in Deutschland hat inzwischen große Schwierigkeiten bei der Besetzung seiner Ausbildungsstellen. Dennoch wollen die Unternehmen nicht aus der betrieblichen Ausbildung aussteigen oder ihr Ausbildungsstellenangebot reduzieren. Im Gegenteil: Rund 75 % der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) befragten Betriebe wollen in den nächsten drei Jahren unverändert an ihren Ausbildungsaktivitäten festhalten, 16 % planen sogar eine Ausweitung ihrer Kapazitäten. Lediglich 7,4 % sehen sich gezwungen, ihre Angebote zu reduzieren, und nur 1,4 % planen den vollständigen Ausstieg. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des BIBB-Qualifizierungspanels sind veröffentlicht in der neuesten Ausgabe der Reihe BIBB REPORT, Heft 19/12: “Vom Regen in die Traufe? Unbesetzte Ausbildungsstellen als künftige Herausforderung des Ausbildungsstellenmarktes”.
Dabei schätzen die Unternehmen die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt durchaus realistisch ein: Drei von vier Betrieben rechnen nämlich damit, dass die Probleme, ausreichend geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsstellen zu finden, eher noch zunehmen werden.
Generell – so die Autoren der Studie – wird sich der demografische Umbruch und der Strukturwandel unter den Schulabgängern mit der anhaltenden Tendenz zu höheren Schulabschlüssen nicht gleichmäßig auf die einzelnen Betriebsgrößenklassen, Branchen und Regionen auswirken. Insbesondere für folgende Betriebe werden die bereits bestehenden Probleme bei der Suche nach Bewerbern eher noch zunehmen:
Um Problemen bei der Rekrutierung von Bewerbern vorzubeugen, raten die Autoren den betroffenen Betrieben zu praktischen Maßnahmen, um ihre Ausgangssituation nachhaltig zu verbessern. Hierzu gehöre zum Beispiel eine breitere Palette an Rekrutierungsstrategien: Je persönlicher und konkreter die Kontaktaufnahme zu den Jugendlichen erfolge und je mehr Einblick den Jugendlichen in die angebotenen Ausbildungsberufe, zum Beispiel durch Praktika oder Betriebsbesichtigungen, gewährt werde, desto besser entwickelten sich die Chancen der Betriebe, zu einem Vertragsabschluss mit den Jugendlichen zu kommen. Auch ein geeigneter Zugang über soziale oder regionale Netzwerke zahle sich auf lange Sicht für die Betriebe aus.
Der neue BIBB REPORT, Heft 19/12: “Vom Regen in die Traufe? Unbesetzte Ausbildungsstellen als künftige Herausforderung des Ausbildungsstellenmarktes” steht als pdf-Version im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/bibbreport zum kostenlosen Download zur Verfügung.
(Quelle: BIBB)
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) betont in einer Stellungnahme aller zwölf Mitgliedsinstitute zur Energiewende die Notwendigkeit, langfristig zu denken. Die heutigen Investitionen sind eine Absicherung gegen die Strompreissteigerungen von übermorgen. Das Direktorium des FVEE weist angesichts der Debatte um steigende Strompreise auf das Kostensenkungspotenzial durch Forschung hin. So sind die Kosten der Photovoltaik seit den 1990er Jahren um den Faktor 10 gesunken.
Auch bei den anderen Erneuerbaren, bei Netzintegration und Energieeffizienz hilft Forschung, nicht nur die technischen Voraussetzungen zu schaffen, sondern durch neue Materialien, Verfahren und Komponenten den volkswirtschaftlichen Nutzen zu optimieren. Für die Verbraucher zeigt Forschung unter anderem durch die Entwicklung von Stromeinspartechnologien Wege, wie sie Preissteigerungen kompensieren können.
Studien der Mitgliedsinstitute für das Bundesumweltministerium im Rahmen der BMU-Leitstudie beziffern die Einsparung der Energiewende gegenüber einer Weiterführung der fossilen Energieversorgung auf 570 Milliarden Euro bis 2050. Damit werden sich alle jetzt am Anfang anfallenden Investitionen in einem überschaubaren Zeitraum amortisieren und positive volkswirtschaftliche Effekte entfalten. Deutsche Unternehmen, die Anlagen für erneuerbare Energien herstellen, erwirtschafteten 2011 Umsätze von rund 25 Milliarden Euro. Insgesamt hat die Branche 380.000 Arbeitsplätze geschaffen.
Auf dem Weg der Energiewende sind technische, gesellschaftliche und ökonomische Herausforderungen zu meistern. Viele Forschungsinstitute und Entwicklungsabteilungen in Unternehmen arbeiten intensiv an Lösungen, die auf eine sichere, wirtschaftliche, sozial verträgliche und kostenstabile Versorgung mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien abzielen.
Wissenschaftliche und industrielle Forschung haben schon bisher die Leistungsfähigkeit und Effizienz von Windenergie- und Photovoltaikanlagen sowie anderen Technologien für erneuerbare Energien und Energieeffizienz stark verbessert und Fertigungsprozesse dieser Anlagen kontinuierlich optimiert. Im Ergebnis haben die technischen Innovationen der wissenschaftlichen und industriellen Forschung die Gestehungskosten der erneuerbaren Energien reduziert und werden die Kostenkurve auch weiterhin nach unten drücken. Auch ohne Berücksichtigung der Kosten der Umweltschäden durch fossile und nukleare Energiequellen wird die dynamische Entwicklung der erneuerbaren Energien die Kosten der Energiebereitstellung mittel- bis langfristig unter das Niveau der kontinuierlich teurer werdenden konventionellen Energien senken.
Auf dem Weg zur Kostenparität mit dem fossilen Energiesystem haben die erneuerbaren Energien bereits einen großen Teil der Strecke zurückgelegt. Forschung sorgt dafür, dass die Kosten weiter sinken und die Energiewende bezahlbar bleibt. Dafür sind drei Strategien notwendig:
1. Kostensenkungspotenziale in der gesamten technologischen Breite ausschöpfen
Alle erneuerbaren Energien – Solarenergie, Windkraft, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft – bieten dafür vielversprechende Möglichkeiten. Für die kontinuierliche Fortsetzung der Innovationsprozesse ist ein starker Heimatmarkt notwendig. Nur so können sich die Forschungsergebnisse in der Praxis bewähren und für den internationalen Markt genutzt werden.
2. Marktsystem für den Ausbau der erneuerbaren Energien weiterentwickeln
Das EEG hat sich als Instrument bewährt, muss aber stetig den rasanten Entwicklungen von Markt, Wissenschaft und Technik angepasst werden. Bewährt haben sich dabei die Planungssicherheit für Investoren, Industrie und Kunden sowie die Möglichkeit der gezielten Förderung des gesamten Technologieportfolios, das mittel- bis langfristig zur Ausgestaltung eines nachhaltigen Energiesystems erforderlich ist.
3. Ausbau erneuerbarer Energien mit Ausschöpfung der Energieeinsparpotenziale verbinden
Studien belegen, dass allein durch den konsequenten Einsatz von heute schon zur Verfügung stehenden energieeffizienten Technologien im Rahmen des normalen Erneuerungszyklus in den nächsten 10 Jahren ein Stromeinsparpotenzial von bis zu 20% realisiert werden könnte und dies zu großen Teilen mit korrespondierenden Nettokosteneinsparungen.
Informationen zum FVEE:
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Techniken für die gesamte Breite der erneuerbaren Energien und deren Integration in Energiesysteme, für Energieeffizienz und für Energiespeicherung. Mit etwa 2800 Mitarbeitenden in zwölf Instituten repräsentiert der FVEE rund 80 Prozent der Forschungskapazität für Erneuerbare in Deutschland und ist das größte koordinierte Forschungsnetzwerk für erneuerbare Energien in Europa
Weitere Informationen:
Stellungnahme des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien “Forschung senkt Kosten der Energiewende” unter
(Quelle: ForschungsVerbund Erneuerbare Energien)
Mit der aktuellen Volkshochschul-Statistik für das Berichtsjahr 2011 legt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) zum 50. Mal die Struktur- und Leistungszahlen der deutschen Volkshochschulen vor. Die knapp 930 Volkshochschulen führten insgesamt 15,3 Millionen Unterrichtsstunden durch. Etwas über 9 Millionen Teilnahmefälle konnten für die rund 674.000 Veranstaltungen registriert werden.
Die Leistungszahlen der Volkshochschulen liegen nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die in 2011 durchgeführten Kurse erreichen den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erhebungen zur VHS-Statistik 1962. Dabei werden die Kurse kürzer mit jetzt durchschnittlich 26,1 Unterrichtsstunden. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es noch 27,0 und im Jahr 2006 immerhin noch 26,7 Unterrichtsstunden im Durchschnitt.
Innerhalb der seit Jahren anhaltenden positiven Entwicklung treten in diesem Jahr Schwankungen mit einem Rückgang auf. Erstmalig seit 2006 nehmen Anzahl, Unterrichtsstunden und Belegungen bei Kursen und Lehrgängen ab. Im aktuellen Berichtsjahr führten Volkshochschulen 0,3 Prozent weniger Kurse mit 1,9 Prozent weniger Unterrichtsstunden und 0,7 Prozent weniger Belegungen durch als im Vorjahr. Mit 85 Prozent aller Veranstaltungen und 98 Prozent der insgesamt durchgeführten Unterrichtsstunden machen Kurse und Lehrgänge den größten Teil des Gesamtangebots an Volkshochschulen aus (neben Einzelveranstaltungen und Studienfahrten/-reisen). Die Zahl der Einzelveranstaltungen, d.h. der Veranstaltungen mit weniger als drei Unterrichtsstunden, lag bei 88.000. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 0,7 Prozent. Hier kamen mit rund 2,4 Millionen 0,6 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher als im Jahr 2010.
Der führende Programmbereich über alle Veranstaltungsarten hinweg betrachtet ist klassischerweise der Bereich „Sprachen“ mit einem Anteil von inzwischen über 41 Prozent der Unterrichtsstunden. Trotz des leichten Rückgangs von 0,5 Prozent hat sich daran im Jahr 2011 mit insgesamt mehr als sechs Millionen durchgeführten Unterrichtsstunden nichts geändert. Weiter positiv entwickelt hat sich der Bereich „Gesundheit“. Die Unterrichtsstunden sind um 0,8 Prozent, die Belegungszahlen um 1,5 Prozent gestiegen. Mit fast drei Millionen Unterrichtsstunden belegt dieser Bereich weiterhin die zweite Position im Angebot der Volkshochschulen. Alle anderen Programmbereiche haben Rückgänge zu verzeichnen.
Der Tabellenband zur VHS-Statistik liefert umfangreiches Datenmaterial zu deutschen Volkshochschulen – von differenzierten Finanzangaben, wie dem Anteil der Teilnahmegebühren oder öffentlichen Zuschüsse, bis hin zu Informationen zur Personalstruktur. Angaben zur Zeitorganisation der Kursveranstaltungen geben detaillierte Zusatzinformation ebenso wie Übersichten zu besonderen Adressatengruppen oder zur Geschlechts- und Altersdifferenzierung der Teilnehmenden. Alle Daten sind nach Bundesländern strukturiert dargestellt. Grafiken veranschaulichen die Entwicklungen zum Teil in Zeitreihen.
Die Volkshochschul-Statistik wurde in diesem Jahr zum 50. Mal vom DIE erstellt. Sie steht ab sofort auf der Website des DIE unter www.die-bonn.de/doks/2012-volkshochschule-statistik-01.pdf kostenlos zur Verfügung.
Anlässlich des Jubiläums “50 Jahre Volkshochschul-Statistik” widmet sich auch die aktuelle Ausgabe der DIE Zeitschrift ausführlich diesem Thema. Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe mit dem Titel “Monitoring (in) der Weiterbildung” kann eingesehen werden über http://www.diezeitschrift.de. Der kostenpflichtige Download der gesamten Ausgabe ist möglich über die www.wbv.de/journals/die-zeitschrift.html.
(Quelle: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung)